Allgemein

29 Nov 2018

14:30 – Hallo Deutschland!

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Gerade ist der gelbe Bulli mit Anhänger und dem gesamten Team über die Grenze gerollt. Bis jetzt läuft alles einwandfrei, es liegen aber immer noch knapp 400 km vor Vučko und seinen Helfern.

25 Nov 2018

15:30 – Noch immer keine Hoffnung. Oder?

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Im Kinderheim „Leptir“ (Zu Deutsch: Schmetterling) wartete man schon ungeduldig auf das Ankommen des Teams. Da heute Sonntag und zugleich Nationalfeiertag ist, konnten wir leider keine der Besucher der Behindertentagesstätte antreffen. Daher werden die Pakete in der Weihnachtszeit verteilt. Der Wolf freut sich schon besonders auf die Ihm versprochen Bilder.

Auch hier erfuhr Vučko erneut, wie die Bosniaken über die Zukunft des Landes denken. Nihad, ein alter Freund und Angestellter der Einrichtung sagt: „Da alle gut ausgebildeten Menschen nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz auswandern, gibt es kaum Spezialisten im Land. Es scheint gar unmöglich Bosnien wieder aufzubauen.“ Es scheint nicht so, als bestünde Hoffnung in seinen Augen. Das stimmt unseren Wolf traurig. „Es schmerzt meine Heimat so zerfallen zu sehen. Es müssen Anreize geschaffen werden, damit qualifizierte Leute im Land bleiben“, meint Vučko während eine Träne seinen Pelz hinunterläuft.

The show must go on: Es geht weiter nach Vares. Durch viel Nebel, Dauerregen und schlechte Sicht dauert die Fahrt heute etwas länger, doch Sicherheit steht an erster Stelle, also tritt Vučko (Der seine Verdauungspause beendet hat) lieber auf die Bremse. Lieber zu spät als nie ankommen!

Angeblich hat man an dem alten Industriestandort Gold gefunden. Vučko fragt sich: Eine Chance auf Arbeitsplätze?

Eine Chance für Bosnien?

Wir sind gespannt..

25 Nov 2018

10:00 – Nur das Beste für den Pfarrer

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Der Morgen begann mit einer herzlichen Morgenmesse in der Kirche zu Radunice und einem ausgiebigen Frühstück mit Pfarrer Ilija. Vučko genoss einige der Speisen, die die Dorfbewohner für Ihren geistlichen gespendet haben.

In Bosnien wird ein Pfarrer nicht gänzlich vom Staat und der Kirche finanziert, sondern er ist auf Gaben der Gemeinde angewiesen.", so Ilija. "Hier ist es Tradition, dass er bei einer Schlachtung die besten Teile des Schweines bekommt.", sagte er während ein Helfer zwei frisch Vorderbeine filetierte. Neben diversen Schinken aus dem Dorf teilte der Pfarrer auch seinen zwei Tage frischen Käse gerne mit den Helfern von BoW.

Vučko genoss das Frühstück sehr – zu sehr. Er war von all dem guten Essen so vollgefressen, dass er das Auto nicht mehr steuern konnte.

Da der Zeitplan eng ist, darf Michael das Gefährt ausnahmsweise zum nächsten Stopp fahren. Bestimmt funktioniert es auch ohne unseren erfahrensten Fahrer auf den holprigen Straßen von Bosnien, die oft nicht mehr als Schlaglöcher und Hubbel sind.

22 Nov 2018

12:00 – Dobar Dan Hrvatska!

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Guten Tag Kroatien!

Trotz gelegentlichem Regen kommt das Team super voran. Gerade ist der Bully über die kroatische Grenze gerollt und Vučko konnte endlich wieder seine Sprachkenntnisse unter Beweis stellen.
Jetzt ist es gar nicht mehr weit bis zur letzten Grenze!

21 Nov 2018

22:22 – Erste Etappe geschafft

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Ziemlich erschöpft erreicht das Team die Unterkunft in Österreich. Ohne Stau und andere Probleme hat Vučko die gelbe Rakete samt Geschenken durch Österreich gesteuert.

Nach 12 Stunden auf Reisen ist die Konzentration stark gesunken, sodass eine Pause sinnvoll erscheint. Schließlich hat der Wolf eine Mission zu erfüllen. Daher heißt es jetzt enstpannen und sehen, was das österreichische Fernsehen zu bieten hat. Morgen geht es weiter nach Orašje.

21 Nov 2018

09:45 – Los geht’s!

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Nachdem alles sicher verstaut und anfängliche Probleme beseitigt wurden, ist das Team um Maskottchen Vučko bereit für die Abfahrt! Im Schneegestöber der letzten Nacht rollt der vollgepackte Bulli los in Richtung Bosnien. Dieses Jahr wird der erste Stop in der Nähe von Graz eingelegt, damit das Team am folgenden Tag die Grenze bei Tageslicht überqueren und nicht so lang am Stück fahren muss.

Da ein Wolf, wie jeder weiß, keine Finger besitzt, mussten auch dieses Jahr wieder einige Helfer bei der Transportvorbereitung anpacken. Vučko möchte sich bei all den fleißigen Hände bedanken, die sich um das Sortieren und Verpacken der Geschenke gekümmert haben. Ein besonderes Dankeschön geht auch wieder an Thorsten und Daniela Weber, die erneut die benötigten Räumlichkeiten und ihre Zeit zur Verfügung gestellt haben!

Also, auf geht die wilde Fahrt! Zum Glück reichen Vučkos Pfoten aus, um unser vollgepacktes Gespann zu steuern..

8 Jul 2018

Kleiderspende für Kinder in Shkodra, Albanien

Veröffentlicht von Michael Mönxelhaus


Ende Mai flogen Julian und Helga Mönxelhaus nach Shkodra in Albanien und trafen dort im Mutterhaus die Oberin Sr. Rita und zwei ihrer Mitschwestern zu einer ersten Besprechung unserer Hilfsaktion. DSCI2867

Tags zuvor waren die Kleider- und Sachspenden aus Deutschland durch die FeG-Auslandshilfe (Freie evangelische Gemeinden) in Eschenburg-Wissenbach mit ihrem LKW angeliefert worden. Über 100 große Kartons standen nun in Sr. Ritas Doppelgarage, vorwiegend Kinderkleidung und –schuhe, die von Helga Mönxelhaus in monatelanger Arbeit gesammelt, teilweise ausgebessert, sowie sortiert worden waren. Die ganze Familie hat mit angepackt, als es ums Verpacken und Transportieren ging.DSCI2868

Auf die Idee, dass im Armenviertel, in dem die Ordensschwestern „Guter Hirte“ leben, Hilfe benötigt wird, hat uns der BOW-Unterstützer Pfarrer Meinolf Wacker aus Kamen gebracht. Er war letztes Jahr mit vielen Jugendlichen aus aller Welt dort, um das Go4peace-Camp durchzuführen. Er hat uns berichtet, dass es sich bei dem Armenviertel Fermentim eigentlich um ein stillgelegtes Industriegebiet handelt, also um Fabrikgebäude, in denen viele mittellose Menschen so etwas wie Obdach gefunden haben. Eigentlich lebten sie früher in den Bergen rund um die Stadt Shkodra. (mehr …)

15 Dez 2017

19:00 – Überraschungsbesuch

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Vučko hat es tatsächlich geschafft noch einen letzten alten Freund zu besuchen. Das Team hat sich heute schon mal auf den Weg zurück Richtung Deutschland gemacht. Damit der Weg nicht zu weit ist, hat Vučko die Strecke etwas eingeteilt und nochmal einen Zwischenstopp bei unserem Freund Ilja in Maglaj eingeplant.
Wie schon angekündigt hatten wir immer noch das Paket von unserem BVB-Fan Marko im Kofferraum und wie es der Zufall so will, lebt er mittlerweile in der Gemeinde des Priesters. Durch die Hilfe der Schwestern in Egipat konnte Vučko Kontakt zu ihm aufnehmen und hat es dann noch geschafft, am selben Abend ein Treffen zu organisieren.
So konnten wir mit der Hilfe von Ilja den Jungen bei seinem Onkel Zuhause besuchen. Nach einer etwas chaotischen Fahrt auf den Berg hinauf, fand unserer kleiner Wolf dann allerdings doch das etwas versteckte Haus, wo Marko und sein älterer Bruder schon gespannt auf uns warteten.
Die beiden leben dort in einem reinen Männerhaushalt gemeinsam mit ihrem Onkel und ihrem Großvater. Marko ist aber nicht immer bei ihnen, denn ab und zu verbringt er auch seine Zeit bei seinem Vater, der auf der anderen Seite des Berges wohnt. Es freut Vučko sehr, dass er wieder gut bei seinen Verwandten angekommen ist.
Gemeinsam mit seiner Familie saßen wir dann alle im Wohnzimmer des kleinen Hauses und haben uns über alles Mögliche ausgetauscht. Vučko war besonders interessiert daran, was Marko mittlerweile so treibt. Er erzählte uns, dass er nun eine Ausbildung zum Schweißer macht und es später gute Möglichkeiten gäbe einen Job zu finden.

Marko lebt in einer sehr musikalischen Familie. Kurz nachdem wir uns alle gesetzt hatten, packten sein Onkel und sein Bruder die Musikinstrumente aus. Auf einer bosnischen Balalaika und einer Geige wurde für Stimmung gesorgt. Vučko wäre am liebsten aufgesprungen und hätte gerne wild getanzt. Auch Markos Großvater wippte schon im Takt mit.
Natürlich durfte Marko dann auch endlich sein Geschenk auspacken. Es war voll mit tollen Dingen und die BVB Artikel kamen besonders gut an. Über die Karte mit den selbst geschriebenen Zeilen freute er sich auch sehr.

Alles im allen war das ein grandioser Abschluss, mit dem niemand mehr so gerechnet hätte. Markos Paket hätte ihn sicherlich irgendwie erreicht, aber das Vučko es ihm jetzt doch noch persönlich vorbei bringen konnte, macht ihn sehr glücklich. Es ist sehr schön zu sehen, dass die Kinder auch nach ihrem Aufenthalt in den Heimen ein geregeltes Leben führen können.

14 Dez 2017

10:30 – Mission erfüllt

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Team Vučko hat es geschafft: Die letzten Pakete wurden im Kinderheim Bjelave im gleichnamigen Stadtteil von Sarajevo verteilt. In dem staatlichen Heim leben ungefähr 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von 55 Angestellten rundum versorgt werden. Die kleinsten Bewohner sind erst einige Monate, die ältesten ca. 23 Jahre alt. Es findet ein ständiger Wechsel statt, da das Heim die erste Anlaufstation für das Sozialamt ist, welche die Kinder aus Problemfamilien und von der Straße rettet. Sie sind oft Opfer von Gewalt und Armut und müssen teilweise sogar betteln. Als staatliches Heim sind sie nicht religiös gebunden. Hier leben Kroaten, Bosniaken und Serben, also Muslime, Katholiken und sogar Sinti und Roma zusammen, erzählte uns ein Angestellter. Das ist leider nicht überall im Land der Fall, was die noch immer bestehenden Spannungen der ethnischen Gruppen widerspiegelt, die den Krieg in den 90er Jahren einst auslöste.

Aufgrund der Größe des Heimes ist es nicht möglich, jedem Kind die Aufmerksamkeit zu schenken, die nötig wäre. Vor allem diese Kinder freuen sich besonders über die Kleinigkeiten aus dem Sauerland und Umgebung.
Wir hatten die Möglichkeit etwas Zeit auf der sogenannten  „Adaptions-Etage“ zu verbringen, in der neu ankommende Kinder ihre ersten Tage im Heim verbringen. Dort werden sie an das neue Leben gewöhnt und man hilft ihnen dabei, sich langsam einzuleben. Wir trafen auf Geschwister die brüchiges Deutsch und Englisch sprachen. So war sogar ein kleines Gespräch ohne Übersetzungen möglich.
Auch bei zwei anderen Gruppe konnten wir einen Einblick gewinnen. In der einen  lernten wir ein paar junge Mädchen kennen und in der anderen traf Vučko auf die ganz Kleinen, die teilweise noch gar nicht richtig laufen konnten.

Wir konnten zudem Kindern im Alter von 1-5 Jahren die Geschenke persönlich überreichen, da man sich zur Schulzeit getroffen hatte. Kaum waren sie in den Flur geschoben, da stieg der Lärmpegel ins unermessliche. Unserem Wolf schmerzten gar die Ohren, aber das Glück über die Kinder, die vor lauter Freude völlig die Fassung verloren und rum sprangen, machte die Situation perfekt. Man half sich gegenseitig beim Auspacken und Geschenke wurden zum Allgemeingut. Schokolade und Kekse wurden umgehend vernichtet, Kleidungsstücke angezogen, Seifenblasen gepustet. Die Päckchen bestimmten den Moment und das Team wurde schnell uninteressant. Aber das war Vučko egal. Erneut wurde ihm klar, wofür dieses Projekt vor 10 Jahren entstanden ist. Es geht darum, Kindern, die bisher kein sorgenfreies Leben hatten und schwere Schicksalsschläge erlitten, eine kleine Freude zur Weihnachtszeit zu bereiten und ihnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihnen zusteht.

 

13 Dez 2017

16:00 – Bei den Schwestern in Ägypten

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Die vorletzte Station führte uns in das von Schwestern geführte Heim „Egipat“, zu Deutsch „Ägypten“. Der Hinweg bringt Vučko jedes Jahr wieder ins Schwitzen, denn das Heim in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina ist nur über enge und steile Straßen zu erreichen. Doch nicht jeder meistert die Aufgabe so souverän. Davon zeugen die Beulen und Kratzer in fast jedem Auto, doch natürlich hat der Mietwagen keine Blessuren erlitten.

Die 13 momentan dort lebenden Kinder freuten sich natürlich auch auf die Päckchen, aber die Aufmerksamkeit, die sie von den BOW’lern geschenkt bekommen, ist für viele mindestens genau so viel wert. Bei Kaffee und selbstgebackenen Plätzchen wurde ausgelassen getobt, Fußball gespielt, gekitzelt und gelacht. Auch unser Maskottchen, der Liebling der Kinder, kam an seine Belastungsgrenzen. „Wenn ich das Spielen mit den Kindern im Egipat an einem Stück überstehe, ist der schwerste Teil geschafft und mein Winterschlaf kann kommen.“, so der rote Wolf. Um möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen, endete der Abend mit einem gemeinsamen Essen mit Schwestern und Kindern.

Unser bisheriger, direkter Ansprechpartner Schwester Andja, wurde im letzten Jahr an einen anderen Ort berufen und hat das Heim demnach verlassen. Mit Schwester Suzana verlief der Kontakt jedoch mindestens genau so reibungslos, sodass Klein-Ägypten auch in den kommenden Jahren besucht werden wird.

Gerade in kleinen Heimen wie diesem sind die Geschenke oft sehr persönlich. Durch den nahen Kontakt von Schwestern und Kindern konnten in den letzten Jahren viele Vorlieben herausgestellt werden, sodass oft Geschenke verteilt werden, die man sich schon lange ersehnt. Dazu gehört zum Beispiel Iviza, den eine ganze Ladung an BVB-Fanartikeln begeistert hat. Das Beste waren für ihn die originalen Autogrammkarten von Spielern, die man in Deutschland extra für ihn besorgt hatte. Die kleinste Bewohnerin, die vierjährige Katharina bekam einen ganzen Karton voll mit Aufklebern, Kleidung, Stiften, Süßigkeiten und viel mehr. Jeder Artikel brachte Freude in ihrem Gesicht zum Ausdruck, doch witzigerweise war ihr persönliches Highlight die pinke Kinderschere, mit der sie sich anschließend zunehmend beschäftifgte. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Ab einem bestimmten Alter müssen die Kinder das sorgsame Heim jedoch verlassen. So war es vor wenigen Monaten Zeit für unseren zweiten BVB-Fan Marko, Ivizas Bruder, die Schwestern zu verlassen. Er lebt nun bei seinem Onkel. Dennoch wurde ein Paket für den Minderjährigen in den Hänger geladen. Fortsetzung folgt…