Projekte Bosnien

29 Nov 2018

22:15 – Zurück in Hallenberg

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Nachdem Vučko das Gespann zwei Tage lang je 12 Stunden quer durch Europa steuerte, ist das Team nun endlich wohlbehalten in Deutschland angekommen.

Die Fahrt verlief im Großen und Ganzen ohne Probleme, sodass heute Abend alle glücklich, aber erledigt ins Bett fallen können.

In den nächsten Tagen wird der Wolf dann eine Projektzusammenfassung und die diesjährigen Bilder hochladen. Dann darf Vučko wieder den wohlverdienten Sommerschlaf antreten.

29 Nov 2018

14:30 – Hallo Deutschland!

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Gerade ist der gelbe Bulli mit Anhänger und dem gesamten Team über die Grenze gerollt. Bis jetzt läuft alles einwandfrei, es liegen aber immer noch knapp 400 km vor Vučko und seinen Helfern.

29 Nov 2018

09:00 – Über Graz und Wels nach Passau

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Nach etwas Schlaf konnten alle wieder genug Kraft tanken für die letzte Etappe. Der Bulli rollt jetzt schon über die österreichische Autobahn. Alle hoffen auf eine problemlose Fahrt.

29 Nov 2018

01.00 – Endlich geschafft

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

mal-bosnien-900Leider hielt der starke Wind weiterhin an, sodass in Kroatien große Teile der Autobahn gesperrt wurden. Die Umleitung durch die Berge war auch keine Option für unseren Bulli mit Anhänger. Also musste Vučko eine Alternativroute nehmen, die sehr viel Zeit gekostet hat. Wenigstens konnten alle noch einen tollen Sonnenuntergang bei atemberaubender Kulisse beobachten.

Spät in der Nacht erreichte das Team endlich sein Nachtlager im slowenischen Maribor und alle fielen geschafft in die Betten.

28 Nov 2018

12:00 – Stürmische Winde

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

DSC_7640Ein toller Tag in Mostar liegt hinter dem Team. Trotz anhaltendem Regen und Sturm, haben sich Vučko und das Team durch die kleinen Gässchen der wunderschönen Altstadt geschlängelt. Das alte Osmanen-Städtchen hat auch in der Vergangenheit stürmische Zeiten erlebt: Während des Bosnien-Kriegs in den 1990er-Jahren fanden hier besonders erbitterte Kämpfe statt. Das Wahrzeichen, die alte Brücke (großes Foto), wurde komplett zerstört – und erst nach dem Krieg wieder aufgebaut. Eindrücke von den Grausamkeiten des Krieges gibt ein Museum, in dem auch das Team von Building ONE World seine Botschaft hinterließ (kleines Foto).

DSC_7639Heute Morgen hat der Regen endlich aufgehört und die Sonne sich durch die Wolkendecke gekämpft. Der Wind allerdings weht immer noch kräftig weiter. Nach einem guten Frühstück war Vučko bereit, sich hinters Steuer zu setzten und den Bulli Richtung Deutschland zu lenken.

Die kroatische Grenze war sehr nah und deswegen haben sich alle entschieden, lieber die besseren Straßen in Kroatien für den Rückweg zu wählen. Vučko steuert nun alle sicher durch den Sturm, der den leeren Anhänger kräftig durchschaukelt. Das Team will bis Maribor in Slowenien fahren und dort noch eine Nacht schlafen, bis es dann morgen Richtung Deutschland geht.

26 Nov 2018

18:00 – Feierabend

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Vučko hat es mal wieder geschafft: Auch das letzte Heim in Sarajevo wurde mit Geschenken versorgt. Jetzt kann das Team den Abend zur Feier des Tages entspannt ausklingen lassen. Zu dieser Gelegenheit gönnt sich der Wolf einen “Mokka”, den typischen Kaffee in Bosnien. Er erklärt seinen Mitstreitern die Zubereitung:

"Traditionell wird das Pulver in einer Kupferkanne kurz auf der Herdplatte geröstet bis sich die Aromen entfalten. Anschließend wird der Satz mit kochendem Wasser übergossen. Wenn der Kaffee in der Kanne aufsteigt ist er genussbereit." Vučko meint mit Kaffeesatz zwischen den Zähnen: "Das schmeckt nach Heimat!".

Auch ein kleiner Rundgang durch Sarajevo darf natürlich nicht fehlen. In engen Gassen kann man hier orientalisch anmutende Souvenirs, Slivovic oder Süßigkeiten erwerben. Besonders die schönen bunten Lampen und Lichter wecken Urlaubsgefühle.

Morgen früh geht es dann weiter in die Stadt Mostar. Hier möchte das Team einen zusätzlichen Tag verbringen, der natürlich nicht von Vučko, sondern den Fahrern selber bezahlt wird.

26 Nov 2018

15:30 – Viel Leben im “Egipat”

Veröffentlicht von Michael Althaus

Nach dem Bosnien-Krieg war es fast bis auf die Grundmauern zerstört – heute ist es ein Haus voller Leben: Das Kinderheim “Egipat” (“Ägypten”), geführt von den Schwestern der Heiligen Familie, ist eines von Vučkos Lieblingsprojekten. Neun Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren leben hier im Moment mit den Schwestern der Heiligen Familie. Ivica ist als einziger Junge der Hahn im Korb. Dem taffen 13-Jährigen macht das Nichts: “In der Schule habe ich genug Jungen als Freunde.” Außerdem war heute sein Kumpel Anto zu Besuch, der früher auch im “Egipat” lebte und mittlerweile in einem Heim für Behinderte wohnt.

Für Vučko und das Team gab es Kaffee und Kuchen und außerdem eine musikalische Kostprobe: Die Kinder bereiten sich auf ein großes Konzert vor, zu dem am Dienstagabend Gäste aus ganz Bosnien erwartet werden. Im Chor singen alle mit – selbst die taubstumme Magdalena. Vučko ist dann leider schon wieder auf Achse. Ein Glück, dass die Kinder zwischen ihren Proben noch Zeit für den kleinen Wolf hatten.

26 Nov 2018

14:00 – Unterschiedliche Verhältnisse

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

In Sarajevo angekommen musste das Team alle restlichen Geschenke in den Bulli umpacken, da es mit dem Anhänger nicht möglich ist, sich durch die steilen und engen Straßen der Stadt zu schlängeln. Dann bewegte sich der vollgepackte Bulli in Richtung des vorletzten Stopps. In dem staatlichen Heim "Bjelave" hat Vučko ca. 100 Pakete abgeliefert. Dort leben Kinder aller Altersklassen: Viele kommen als Babys in die Einrichtung und leben noch hier als Jugendliche mit 20 Jahren. Oft sind es Waisen oder Kinder aus Familien, in denen Gewalt, Drogen und Vernachlässigung zur Tagesordnung gehören. Die Erzieher müssen sich um viele Kinder kümmern und freuen sich über jede Unterstützung. Deswegen sind die Sachspenden von BOW hier perfekt aufgehoben.

Die jeweiligen Pakete wurden von den Mitarbeitern des Heimes sortiert und in die Wohngruppen gebracht. Als das Team dort ankam, hielten viele der jungen Kinder gerade ihren Mittagsschlaf. Vučko und seine Freunde wurde von einer netten Erzieherin durch das Gebäude geführt und konnten dann noch ein paar Jugendlichen dabei zusehen, wie sie die Pakete öffneten. Auch hier freuten sich alle über die kleinen Aufmerksamkeiten.

Leider ist der Unterschied zwischen den staatlichen und kirchlichen Einrichtungen für unseren kleinen Wolf deutlich spürbar. Obwohl für die Kinder gut gesorgt wird, merkt man, dass das Gefühl des Zusammenhaltes in dem staatlichen Heim leider etwas fehlt. Bei so vielen Bewohnern bleibt den Betreuern kaum Zeit, um sich ausgiebig mit den Kindern zu beschäftigen, wie es in kirchlichen Einrichtungen mit weniger Bewohnern möglich ist. Dennoch freut sich das ganze Team, dass die Kinder aus Problemfamilien, die bei den Schwestern keinen Platz finden konnten, dort aufgefangen werden und in geschützter Umgebung aufwachsen können.

Vučko ist froh, dass er auch hier etwas Gutes tun konnte und freut sich nun auf den letzten Stopp der Tour in "Ägypten".

26 Nov 2018

09:30 – Einblicke aus Vareš

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Ausgeschlafen konnte Vučko wieder munter in den Tag starten. Gemeinsam mit den Schwestern wurde dann noch gefrühstückt und über viele Dinge geredet.

Vučko hat erfahren, dass drei der älteren Jungs dieses Jahr für ein paar Tage eine Veranstaltung in Augsburg besucht haben, die sich mit Robotik beschäftigte. Die Reise war ein Preis für ein Projekt in ihrer Heimat. In Bayern trafen die bosnischen Jungen dann Professoren und Studenten, mit denen sie zusammen forschen durften. Die Kinder hatten große Freude daran und haben ihr bereits vorhandenes Wissen und Interesse weiter ausgebaut. Manche denken auch darüber nach Informatik zu studieren. Es ist wirklich schön zu sehen, welche Möglichkeiten den Kindern geboten wird.

Dieses Jahr wartet auf einige Kinder eine große Reise nach Italien. Von einer anderen Organisation wurden einige ausgewählt, um einen Monat zur Weihnachtszeit bei einer Familie in Sizilien zu verbringen. Sie seien sehr aufgeregt, da auf dieser Reise viele Dinge erstmalig geschehen. Auch die Schwestern sind gespannt und ermutigen die Kinder zum Besuch eines Sprachkurses.

Und tatsächlich wurde in Vareš Gold gefunden. Allerdings nicht von den Bosniaken, sondern von einem Team aus Australien. Es bleibt leider noch offen, ob Bosnien an dem Gewinn beteiligt wird. Die Region war vor dem Krieg bekannt für den Abbau von vielen Metallen. Eventuell kann daran nun wieder angeknüpft werden, was Arbeitsplätze schaffen würde. Schwester Jela sieht das eher kritisch, weil das geschulte Personal dafür fehlt, da viele von damals mittlerweile zu alt sind oder leider nicht mehr leben. Es wird sich zeigen, was die Zeit bringen wird.

Jetzt geht’s es weiter Richtung Sarajevo. Dort warten schon die letzten zwei Heime auf Vučko und seine Freunde!

26 Nov 2018

19:00 – Berührende Worte

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Nach der anstrengenden Fahrt durch das schlechte Wetter kam das Team endlich in Vareš an. Im Regen wurde dann schnell der Bulli geparkt und alles ins Haus getragen.

Dort wurde Vučko schon von den lieben Schwestern erwartet, die das Heim leiten. Dort leben ca. 20 Kinder im Alter von 7-19 Jahren in verscheiden Wohngruppen. Das Kinderheim wird nicht durch Staat oder Kirche unterstützt, es finanziert sich komplett durch Spenden und das klappt glücklicherweise sehr gut.

Nachdem alle ein köstliches Abendessen frisch aus der Küche verspeist hatten, konnte es dann auch hier los gehen mit dem Verteilen der Geschenke. In alter Tradition versammelten sich dafür alle Kinder im großen Essensaal. Diesmal hatten drei der Bewohner kleine Text vorbereitet, die sie auf Englisch und auf Deutsch vortrugen. Sie bedanken sich für die Pakete und vor allem für die Zeit die alle Beteiligen jedes Jahr opfern, damit das ganze Projekt überhaupt machbar wird. Da hatte Vučko einen kleinen Kloß im Hals, da er sich so freute über die lieben Worte der mittlerweile immer größer werdenden Kinder. Anschließend haben alle zusammen noch ein Lied für unser Helferteam vorgetragen, welches wirklich wunderschön war, da alle sehr gute Sänger sind.

Auch unser kleiner Wolf richtete noch ein paar liebe Worte an alle und dann wurden die Geschenke verteilt. Besonders schön ist hier, dass die Kinder die Pakete direkt öffnen dürfen. Alle freuen sich immer wahnsinnig über jedes kleine Stück in ihren Geschenken. Gerne wird auch untereinander getauscht.

Nach der ganzen Euphorie der Geschenke sind dann langsam alle wieder zurück in ihre Wohnunggruppen gegangen. Vučko und seine Helfer durften auch noch etwas Zeit mit den Kindern verbringen, bevor sie ins Bett mussten. Es wurde zuerst mit den Kleinsten und später dann mit den Jugendlichen gespielt und geredet. Viele von ihnen sprechen mittlerweile gut Englisch und manche sogar Deutsch. Den Abend so ausklingen zu lassen macht immer besonders Spaß, weil man sich mittlerweile schon gut kennt und die Kindern sich immer freuen das Team wiederzusehen.

Irgendwann fielen unserem kleinen Wolf dann allerdings wirklich die Augen zu. Der Tag war wunderschön und er konnte direkt zufrieden ins Bett gehen, denn auch unser Team darf jedes Jahr im Kinderheim übernachten.