Live-Ticker

4 Nov 2018

HandS-Transport nach Bosnien vor dem Start

Veröffentlicht von Michael Althaus

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Ein Schachbrett für den Spiele-Liebhaber, ein Thomas-Müller-Poster für den Bayern-Fan und Buntstifte für die Hobby-Malerin: All das sind Weihnachtsgeschenke, von denen viele bosnische Kinder nur träumen können. Dass sie sie tatsächlich bekommen, dafür sorgen auch in diesem Jahr wieder Mitglieder des sauerländischen Vereins Building One World (BOW). In Bosnien sind sie und ihr Maskottchen Vučko, ein kleiner Wolf, bereits bestens bekannt. Zum elften Mal brechen sie unter dem Motto „Help and Solidarity“ (HandS) in das Balkanland auf. In diesem Jahr startet der Transport etwas früher als gewohnt: bereits am 21. November.

Im Gepäck haben die Vereinsmitglieder über 400 persönliche Weihnachtsgeschenke. Die Päckchen in der Größe eines Schuhkartons wurden in den vergangenen Wochen hauptsächlich von Schülern gepackt. Aus der Region sind die Grundschule Hallenberg, das Gymnasium Winterberg und das Berufskolleg in Bad Berleburg beteiligt. Weitere Päckchen kommen von zwei Schulen aus Kamen im Ruhrgebiet. Auch einige Einzelpersonen haben mitgeholfen. „Die Resonanz auf unsere Aktion war wie immer überwältigend“, sagt BOW-Vorsitzender Michael Althaus. „Wir bedanken uns schon jetzt bei allen, die mitgeholfen haben.“

Ziel des Transports sind mehrere Kinder- und Behindertenheime sowie ein kleines Dorf, in dem viele alleinstehende Senioren leben. Schüler, die zum wiederholten Male mitmachen, beschenken nach Möglichkeit wieder dieselbe Person. So entstehen mitunter Briefwechsel und feste Partnerschaften – für beide Seiten ein tolles Erlebnis.

Obwohl der Krieg in Bosnien schon über 20 Jahre zu Ende sei, leide das Land noch immer schwer an den Folgen, sagt Althaus. Nach dem Sieg nationalistischer Parteien bei den diesjährigen Wahlen, hätten sich die Konflikte sogar wieder verschärft  „Die kleinen Geschenke  zeigen den Menschen, dass sie nicht vergessen sind.“

Der Verein wird von seiner Aktion und den Begegnungen in Bosnien wie gewohnt mit einem Live-Ticker hier auf der Homepage berichten. Den Anhänger für den Transport der Geschenke stellt der Musikverein „Die Liesetaler“ zur Verfügung.

Antworten rund um das Packen der Weihnachtspäckchen findest Du hier.

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28 Dez 2017

HandS-Transport 2017 – Ein kleiner Rückblick

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Nachdem Vučko sich erholt und eine wunderbare Weihnachtszeit Zuhause verbracht hat, meldet er sich noch einmal mit einem abschließenden Bericht über die gesammelten Eindrücke bei seiner Reise im ehemaligen Jugoslawien. Der Tag mit seinen Liebsten und der Aufenthalt in Bosnien haben ihm wieder gezeigt, was Weihnachten eigentlich bedeutet. Es geht darum, Anderen eine Freude zu machen und das Gefühl von Liebe und Geborgenheit zu verbreiten. Und nicht nur daheim bei seiner Familie konnte er das ein oder andere Lächeln auf die Gesichter zaubern. Auch in Bosnien hat er es geschafft den Weihnachtsgeist zu verbreiten.

Dieses Jahr hat Vučko ca. 500 Päckchen in Bosnien verteilt und jede einzelne Person hat sich über das individuelle Geschenk gefreut. Obwohl jeder seine eignen Geschichte durchlebt hat, verhalten sich alle beim Überreichen der Päckchen gleich. Die Beschenkten dürfen einfach wieder Kind sein und freuen sich darüber, dass man an sie denkt und sich Menschen Mühe geben, um ihnen tolle Geschenke zu packen. Auch die Aufmerksamkeit, die die Reisegruppe ihnen schenkt, bedeutet besonders für die kleinsten eine Menge.
Trotz der meist tragischen Lebensumstände der Menschen in diesem doch sehr armen Land, überwiegte für sie in keinem Fall die Traurigkeit. Die Dankbarkeit und Freunde der Kinder und Erwachsenen lies all diese Schattenseiten völlig in den Hintergrund rücken. Es ist wunderschön zu sehen, wie sehr sich Menschen über solche kleinen Aufmerksamkeiten freuen können.

Jedes Jahr zeigt unsere Reise aufs Neue  in welchem stagnierenden Standard die Menschen in Bosnien leben. Dieser ist weit von dem entfernt, den wir in Deutschland kennen. Abseits des Reichtums ist auch ein gutes Familienverhältnis nicht selbstverständlich. Da wir viele Kinder besuchen, die ihre Eltern verloren haben, aufgrund ihrer Behinderung verstoßen wurden oder aus allgemein schwierigen Verhältnissen kommen, ist es für viele nicht normal, dass sie Weihnachtsgeschenke erhalten und über die Feiertage ein paar schöne Tagen mit der Familie verbringen. Man wird auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und lernt genau das zu schätzen, was man bei uns als normal ansieht.

Auch wenn Vučko Jahr für Jahr Geschenke zu unseren Freunden in Bosnien bringt, möchte er sich wieder ganz besonders bei den Menschen bedanken, die so fleißig ihre Päckchen zusammengestellt haben. Ohne euch, die die sich immer wieder die Mühe machen, mit Liebe die Kartons zu packen, wäre das Projekt gar nicht möglich. Dass auch dieses Jahr viele Pakete unglaublich liebevoll gepackt und die Erwartungen oft übertroffen wurden, freut ihn ganz besonders.

Ein großer Dank geht auch dieses Jahr an alle Helfer, die ihre Freizeit der Planung und Durchführung des Projektes gewidmet haben, sei es bei dem nicht immer leichten Kontakt mit den Schulen und Heimen, dem Verladen der Pakete oder dem Verteilen der Pakete vor Ort in Bosnien. Auch für die zahlreichen Geldspenden bedankt sich der gesamte Verein recht herzlich, da diese beinahe den gesamten Transport finanzieren!

Unser kleiner Wolf kann nur endlich seinen Winterschlaf nachholen und kann schon bald wieder ganz ruhig mit der Planung für das kommende Jahr starten, denn er kann es gar nicht mehr abwarten bis endlich wieder Weihnachten ist. Die Reise in seine Heimat bleibt für ihn immer wieder aufs Neue spannend und der Höhepunkt in seinem Jahr.

 

Vučko wünscht einen guten Rutsch und problemlosen Start in das kommende Jahr!

15 Dez 2017

00:00 – Angekommen in der Heimat

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Vucko liegt endlich im Bett. Die Rückfahrt lief gut und ohne Probleme. Mit den Bildern der glücklichen Kinder vor Augen schläft der kleine Wolf ein. 

15 Dez 2017

16:30 – Österreichisch-Deutsche Grenze passiert 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

15 Dez 2017

14:05 – Slovenisch-Österreichische Grenze passiert 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

15 Dez 2017

13:25 – Kroatisch-Slovenische Grenze passiert

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

15 Dez 2017

11:00 – Vucko zurück in der EU 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Das schöne Bosnien liegt jetzt hinter Vucko und die Einreise nach Kroatien hat problemlos geklappt. Der Abschied fiel schwer, aber er weiß, dass er nächstes Jahr wiederkommen wird. Jetzt steuert er denn leeren Transporter gezielt Richtung Deutschland.

15 Dez 2017

08:00 – Die Koffer sind gepackt

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Nach einer spannenden Woche ist es wieder soweit die Heimreise anzutreten. Vucko hat die Zeit hier in Bosnien und Herzegowina sehr genossen und wird mit den Bildern der glücklichen Kinder nun wieder den Weg ins Sauerland beschreiten.

15 Dez 2017

19:00 – Überraschungsbesuch

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Vučko hat es tatsächlich geschafft noch einen letzten alten Freund zu besuchen. Das Team hat sich heute schon mal auf den Weg zurück Richtung Deutschland gemacht. Damit der Weg nicht zu weit ist, hat Vučko die Strecke etwas eingeteilt und nochmal einen Zwischenstopp bei unserem Freund Ilja in Maglaj eingeplant.
Wie schon angekündigt hatten wir immer noch das Paket von unserem BVB-Fan Marko im Kofferraum und wie es der Zufall so will, lebt er mittlerweile in der Gemeinde des Priesters. Durch die Hilfe der Schwestern in Egipat konnte Vučko Kontakt zu ihm aufnehmen und hat es dann noch geschafft, am selben Abend ein Treffen zu organisieren.
So konnten wir mit der Hilfe von Ilja den Jungen bei seinem Onkel Zuhause besuchen. Nach einer etwas chaotischen Fahrt auf den Berg hinauf, fand unserer kleiner Wolf dann allerdings doch das etwas versteckte Haus, wo Marko und sein älterer Bruder schon gespannt auf uns warteten.
Die beiden leben dort in einem reinen Männerhaushalt gemeinsam mit ihrem Onkel und ihrem Großvater. Marko ist aber nicht immer bei ihnen, denn ab und zu verbringt er auch seine Zeit bei seinem Vater, der auf der anderen Seite des Berges wohnt. Es freut Vučko sehr, dass er wieder gut bei seinen Verwandten angekommen ist.
Gemeinsam mit seiner Familie saßen wir dann alle im Wohnzimmer des kleinen Hauses und haben uns über alles Mögliche ausgetauscht. Vučko war besonders interessiert daran, was Marko mittlerweile so treibt. Er erzählte uns, dass er nun eine Ausbildung zum Schweißer macht und es später gute Möglichkeiten gäbe einen Job zu finden.

Marko lebt in einer sehr musikalischen Familie. Kurz nachdem wir uns alle gesetzt hatten, packten sein Onkel und sein Bruder die Musikinstrumente aus. Auf einer bosnischen Balalaika und einer Geige wurde für Stimmung gesorgt. Vučko wäre am liebsten aufgesprungen und hätte gerne wild getanzt. Auch Markos Großvater wippte schon im Takt mit.
Natürlich durfte Marko dann auch endlich sein Geschenk auspacken. Es war voll mit tollen Dingen und die BVB Artikel kamen besonders gut an. Über die Karte mit den selbst geschriebenen Zeilen freute er sich auch sehr.

Alles im allen war das ein grandioser Abschluss, mit dem niemand mehr so gerechnet hätte. Markos Paket hätte ihn sicherlich irgendwie erreicht, aber das Vučko es ihm jetzt doch noch persönlich vorbei bringen konnte, macht ihn sehr glücklich. Es ist sehr schön zu sehen, dass die Kinder auch nach ihrem Aufenthalt in den Heimen ein geregeltes Leben führen können.

14 Dez 2017

13:00 – Unterwegs in Sarajevo

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Jetzt wo alle Pakete verteilt wurden möchte Vucko noch Sophia etwas von Sarajevo zeigen. Wir starten im muslimischen Osten der Altstadt Sarajevos welche geprägt ist von osmanischen Baustilen mit kleinen Gassen und Läden. Weiter geht es vorbei an Moscheen bis hin zur orthodoxen und katholischen Kathedrale. Dieser Stadtteil wurde sehr durch die österreichische Herrschaft geprägt. Direkt neben de Kathedrale befindet sich ein Museum zum Genozid von Srebrenica, für welches sich das Team eine Stunde Zeit nahm um einen Teil dieser schrecklichen Geschichte besser zu verstehen.

Weiter ging es hoch zum Olympischen Berg. Dort wo in den 80ern die olympischen Wettbewerbe in der Bobbahn statt gefunden haben. Diese Gegend wurde in den letzten zwei Dekaden geprägt von den Ruinen der olympischen Hotels und Sportstätten. Nun aber entsteht viel neues. Ein Hotel, ein Panorama Restaurant mit Sommerrodelbahn sowie ein moderner Skilift. Es ist schön diesen Fortschritt von Jahr zu Jahr beobachten zu können.