Live-Ticker

28 Dez 2017

HandS-Transport 2017 – Ein kleiner Rückblick

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Nachdem Vučko sich erholt und eine wunderbare Weihnachtszeit Zuhause verbracht hat, meldet er sich noch einmal mit einem abschließenden Bericht über die gesammelten Eindrücke bei seiner Reise im ehemaligen Jugoslawien. Der Tag mit seinen Liebsten und der Aufenthalt in Bosnien haben ihm wieder gezeigt, was Weihnachten eigentlich bedeutet. Es geht darum, Anderen eine Freude zu machen und das Gefühl von Liebe und Geborgenheit zu verbreiten. Und nicht nur daheim bei seiner Familie konnte er das ein oder andere Lächeln auf die Gesichter zaubern. Auch in Bosnien hat er es geschafft den Weihnachtsgeist zu verbreiten.

Dieses Jahr hat Vučko ca. 500 Päckchen in Bosnien verteilt und jede einzelne Person hat sich über das individuelle Geschenk gefreut. Obwohl jeder seine eignen Geschichte durchlebt hat, verhalten sich alle beim Überreichen der Päckchen gleich. Die Beschenkten dürfen einfach wieder Kind sein und freuen sich darüber, dass man an sie denkt und sich Menschen Mühe geben, um ihnen tolle Geschenke zu packen. Auch die Aufmerksamkeit, die die Reisegruppe ihnen schenkt, bedeutet besonders für die kleinsten eine Menge.
Trotz der meist tragischen Lebensumstände der Menschen in diesem doch sehr armen Land, überwiegte für sie in keinem Fall die Traurigkeit. Die Dankbarkeit und Freunde der Kinder und Erwachsenen lies all diese Schattenseiten völlig in den Hintergrund rücken. Es ist wunderschön zu sehen, wie sehr sich Menschen über solche kleinen Aufmerksamkeiten freuen können.

Jedes Jahr zeigt unsere Reise aufs Neue  in welchem stagnierenden Standard die Menschen in Bosnien leben. Dieser ist weit von dem entfernt, den wir in Deutschland kennen. Abseits des Reichtums ist auch ein gutes Familienverhältnis nicht selbstverständlich. Da wir viele Kinder besuchen, die ihre Eltern verloren haben, aufgrund ihrer Behinderung verstoßen wurden oder aus allgemein schwierigen Verhältnissen kommen, ist es für viele nicht normal, dass sie Weihnachtsgeschenke erhalten und über die Feiertage ein paar schöne Tagen mit der Familie verbringen. Man wird auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und lernt genau das zu schätzen, was man bei uns als normal ansieht.

Auch wenn Vučko Jahr für Jahr Geschenke zu unseren Freunden in Bosnien bringt, möchte er sich wieder ganz besonders bei den Menschen bedanken, die so fleißig ihre Päckchen zusammengestellt haben. Ohne euch, die die sich immer wieder die Mühe machen, mit Liebe die Kartons zu packen, wäre das Projekt gar nicht möglich. Dass auch dieses Jahr viele Pakete unglaublich liebevoll gepackt und die Erwartungen oft übertroffen wurden, freut ihn ganz besonders.

Ein großer Dank geht auch dieses Jahr an alle Helfer, die ihre Freizeit der Planung und Durchführung des Projektes gewidmet haben, sei es bei dem nicht immer leichten Kontakt mit den Schulen und Heimen, dem Verladen der Pakete oder dem Verteilen der Pakete vor Ort in Bosnien. Auch für die zahlreichen Geldspenden bedankt sich der gesamte Verein recht herzlich, da diese beinahe den gesamten Transport finanzieren!

Unser kleiner Wolf kann nur endlich seinen Winterschlaf nachholen und kann schon bald wieder ganz ruhig mit der Planung für das kommende Jahr starten, denn er kann es gar nicht mehr abwarten bis endlich wieder Weihnachten ist. Die Reise in seine Heimat bleibt für ihn immer wieder aufs Neue spannend und der Höhepunkt in seinem Jahr.

 

Vučko wünscht einen guten Rutsch und problemlosen Start in das kommende Jahr!

15 Dez 2017

00:00 – Angekommen in der Heimat

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Vucko liegt endlich im Bett. Die Rückfahrt lief gut und ohne Probleme. Mit den Bildern der glücklichen Kinder vor Augen schläft der kleine Wolf ein. 

15 Dez 2017

16:30 – Österreichisch-Deutsche Grenze passiert 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

15 Dez 2017

14:05 – Slovenisch-Österreichische Grenze passiert 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

15 Dez 2017

13:25 – Kroatisch-Slovenische Grenze passiert

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

15 Dez 2017

11:00 – Vucko zurück in der EU 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Das schöne Bosnien liegt jetzt hinter Vucko und die Einreise nach Kroatien hat problemlos geklappt. Der Abschied fiel schwer, aber er weiß, dass er nächstes Jahr wiederkommen wird. Jetzt steuert er denn leeren Transporter gezielt Richtung Deutschland.

15 Dez 2017

08:00 – Die Koffer sind gepackt

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Nach einer spannenden Woche ist es wieder soweit die Heimreise anzutreten. Vucko hat die Zeit hier in Bosnien und Herzegowina sehr genossen und wird mit den Bildern der glücklichen Kinder nun wieder den Weg ins Sauerland beschreiten.

15 Dez 2017

19:00 – Überraschungsbesuch

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

Vučko hat es tatsächlich geschafft noch einen letzten alten Freund zu besuchen. Das Team hat sich heute schon mal auf den Weg zurück Richtung Deutschland gemacht. Damit der Weg nicht zu weit ist, hat Vučko die Strecke etwas eingeteilt und nochmal einen Zwischenstopp bei unserem Freund Ilja in Maglaj eingeplant.
Wie schon angekündigt hatten wir immer noch das Paket von unserem BVB-Fan Marko im Kofferraum und wie es der Zufall so will, lebt er mittlerweile in der Gemeinde des Priesters. Durch die Hilfe der Schwestern in Egipat konnte Vučko Kontakt zu ihm aufnehmen und hat es dann noch geschafft, am selben Abend ein Treffen zu organisieren.
So konnten wir mit der Hilfe von Ilja den Jungen bei seinem Onkel Zuhause besuchen. Nach einer etwas chaotischen Fahrt auf den Berg hinauf, fand unserer kleiner Wolf dann allerdings doch das etwas versteckte Haus, wo Marko und sein älterer Bruder schon gespannt auf uns warteten.
Die beiden leben dort in einem reinen Männerhaushalt gemeinsam mit ihrem Onkel und ihrem Großvater. Marko ist aber nicht immer bei ihnen, denn ab und zu verbringt er auch seine Zeit bei seinem Vater, der auf der anderen Seite des Berges wohnt. Es freut Vučko sehr, dass er wieder gut bei seinen Verwandten angekommen ist.
Gemeinsam mit seiner Familie saßen wir dann alle im Wohnzimmer des kleinen Hauses und haben uns über alles Mögliche ausgetauscht. Vučko war besonders interessiert daran, was Marko mittlerweile so treibt. Er erzählte uns, dass er nun eine Ausbildung zum Schweißer macht und es später gute Möglichkeiten gäbe einen Job zu finden.

Marko lebt in einer sehr musikalischen Familie. Kurz nachdem wir uns alle gesetzt hatten, packten sein Onkel und sein Bruder die Musikinstrumente aus. Auf einer bosnischen Balalaika und einer Geige wurde für Stimmung gesorgt. Vučko wäre am liebsten aufgesprungen und hätte gerne wild getanzt. Auch Markos Großvater wippte schon im Takt mit.
Natürlich durfte Marko dann auch endlich sein Geschenk auspacken. Es war voll mit tollen Dingen und die BVB Artikel kamen besonders gut an. Über die Karte mit den selbst geschriebenen Zeilen freute er sich auch sehr.

Alles im allen war das ein grandioser Abschluss, mit dem niemand mehr so gerechnet hätte. Markos Paket hätte ihn sicherlich irgendwie erreicht, aber das Vučko es ihm jetzt doch noch persönlich vorbei bringen konnte, macht ihn sehr glücklich. Es ist sehr schön zu sehen, dass die Kinder auch nach ihrem Aufenthalt in den Heimen ein geregeltes Leben führen können.

14 Dez 2017

13:00 – Unterwegs in Sarajevo

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Jetzt wo alle Pakete verteilt wurden möchte Vucko noch Sophia etwas von Sarajevo zeigen. Wir starten im muslimischen Osten der Altstadt Sarajevos welche geprägt ist von osmanischen Baustilen mit kleinen Gassen und Läden. Weiter geht es vorbei an Moscheen bis hin zur orthodoxen und katholischen Kathedrale. Dieser Stadtteil wurde sehr durch die österreichische Herrschaft geprägt. Direkt neben de Kathedrale befindet sich ein Museum zum Genozid von Srebrenica, für welches sich das Team eine Stunde Zeit nahm um einen Teil dieser schrecklichen Geschichte besser zu verstehen.

Weiter ging es hoch zum Olympischen Berg. Dort wo in den 80ern die olympischen Wettbewerbe in der Bobbahn statt gefunden haben. Diese Gegend wurde in den letzten zwei Dekaden geprägt von den Ruinen der olympischen Hotels und Sportstätten. Nun aber entsteht viel neues. Ein Hotel, ein Panorama Restaurant mit Sommerrodelbahn sowie ein moderner Skilift. Es ist schön diesen Fortschritt von Jahr zu Jahr beobachten zu können.

14 Dez 2017

10:30 – Mission erfüllt

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Team Vučko hat es geschafft: Die letzten Pakete wurden im Kinderheim Bjelave im gleichnamigen Stadtteil von Sarajevo verteilt. In dem staatlichen Heim leben ungefähr 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von 55 Angestellten rundum versorgt werden. Die kleinsten Bewohner sind erst einige Monate, die ältesten ca. 23 Jahre alt. Es findet ein ständiger Wechsel statt, da das Heim die erste Anlaufstation für das Sozialamt ist, welche die Kinder aus Problemfamilien und von der Straße rettet. Sie sind oft Opfer von Gewalt und Armut und müssen teilweise sogar betteln. Als staatliches Heim sind sie nicht religiös gebunden. Hier leben Kroaten, Bosniaken und Serben, also Muslime, Katholiken und sogar Sinti und Roma zusammen, erzählte uns ein Angestellter. Das ist leider nicht überall im Land der Fall, was die noch immer bestehenden Spannungen der ethnischen Gruppen widerspiegelt, die den Krieg in den 90er Jahren einst auslöste.

Aufgrund der Größe des Heimes ist es nicht möglich, jedem Kind die Aufmerksamkeit zu schenken, die nötig wäre. Vor allem diese Kinder freuen sich besonders über die Kleinigkeiten aus dem Sauerland und Umgebung.
Wir hatten die Möglichkeit etwas Zeit auf der sogenannten  „Adaptions-Etage“ zu verbringen, in der neu ankommende Kinder ihre ersten Tage im Heim verbringen. Dort werden sie an das neue Leben gewöhnt und man hilft ihnen dabei, sich langsam einzuleben. Wir trafen auf Geschwister die brüchiges Deutsch und Englisch sprachen. So war sogar ein kleines Gespräch ohne Übersetzungen möglich.
Auch bei zwei anderen Gruppe konnten wir einen Einblick gewinnen. In der einen  lernten wir ein paar junge Mädchen kennen und in der anderen traf Vučko auf die ganz Kleinen, die teilweise noch gar nicht richtig laufen konnten.

Wir konnten zudem Kindern im Alter von 1-5 Jahren die Geschenke persönlich überreichen, da man sich zur Schulzeit getroffen hatte. Kaum waren sie in den Flur geschoben, da stieg der Lärmpegel ins unermessliche. Unserem Wolf schmerzten gar die Ohren, aber das Glück über die Kinder, die vor lauter Freude völlig die Fassung verloren und rum sprangen, machte die Situation perfekt. Man half sich gegenseitig beim Auspacken und Geschenke wurden zum Allgemeingut. Schokolade und Kekse wurden umgehend vernichtet, Kleidungsstücke angezogen, Seifenblasen gepustet. Die Päckchen bestimmten den Moment und das Team wurde schnell uninteressant. Aber das war Vučko egal. Erneut wurde ihm klar, wofür dieses Projekt vor 10 Jahren entstanden ist. Es geht darum, Kindern, die bisher kein sorgenfreies Leben hatten und schwere Schicksalsschläge erlitten, eine kleine Freude zur Weihnachtszeit zu bereiten und ihnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihnen zusteht.