Projekte Bosnien

14 Dez 2017

10:30 – Mission erfüllt

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Team Vučko hat es geschafft: Die letzten Pakete wurden im Kinderheim Bjelave im gleichnamigen Stadtteil von Sarajevo verteilt. In dem staatlichen Heim leben ungefähr 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von 55 Angestellten rundum versorgt werden. Die kleinsten Bewohner sind erst einige Monate, die ältesten ca. 23 Jahre alt. Es findet ein ständiger Wechsel statt, da das Heim die erste Anlaufstation für das Sozialamt ist, welche die Kinder aus Problemfamilien und von der Straße rettet. Sie sind oft Opfer von Gewalt und Armut und müssen teilweise sogar betteln. Als staatliches Heim sind sie nicht religiös gebunden. Hier leben Kroaten, Bosniaken und Serben, also Muslime, Katholiken und sogar Sinti und Roma zusammen, erzählte uns ein Angestellter. Das ist leider nicht überall im Land der Fall, was die noch immer bestehenden Spannungen der ethnischen Gruppen widerspiegelt, die den Krieg in den 90er Jahren einst auslöste.

Aufgrund der Größe des Heimes ist es nicht möglich, jedem Kind die Aufmerksamkeit zu schenken, die nötig wäre. Vor allem diese Kinder freuen sich besonders über die Kleinigkeiten aus dem Sauerland und Umgebung.
Wir hatten die Möglichkeit etwas Zeit auf der sogenannten  „Adaptions-Etage“ zu verbringen, in der neu ankommende Kinder ihre ersten Tage im Heim verbringen. Dort werden sie an das neue Leben gewöhnt und man hilft ihnen dabei, sich langsam einzuleben. Wir trafen auf Geschwister die brüchiges Deutsch und Englisch sprachen. So war sogar ein kleines Gespräch ohne Übersetzungen möglich.
Auch bei zwei anderen Gruppe konnten wir einen Einblick gewinnen. In der einen  lernten wir ein paar junge Mädchen kennen und in der anderen traf Vučko auf die ganz Kleinen, die teilweise noch gar nicht richtig laufen konnten.

Wir konnten zudem Kindern im Alter von 1-5 Jahren die Geschenke persönlich überreichen, da man sich zur Schulzeit getroffen hatte. Kaum waren sie in den Flur geschoben, da stieg der Lärmpegel ins unermessliche. Unserem Wolf schmerzten gar die Ohren, aber das Glück über die Kinder, die vor lauter Freude völlig die Fassung verloren und rum sprangen, machte die Situation perfekt. Man half sich gegenseitig beim Auspacken und Geschenke wurden zum Allgemeingut. Schokolade und Kekse wurden umgehend vernichtet, Kleidungsstücke angezogen, Seifenblasen gepustet. Die Päckchen bestimmten den Moment und das Team wurde schnell uninteressant. Aber das war Vučko egal. Erneut wurde ihm klar, wofür dieses Projekt vor 10 Jahren entstanden ist. Es geht darum, Kindern, die bisher kein sorgenfreies Leben hatten und schwere Schicksalsschläge erlitten, eine kleine Freude zur Weihnachtszeit zu bereiten und ihnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihnen zusteht.

 

13 Dez 2017

16:00 – Bei den Schwestern in Ägypten

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Die vorletzte Station führte uns in das von Schwestern geführte Heim „Egipat“, zu Deutsch „Ägypten“. Der Hinweg bringt Vučko jedes Jahr wieder ins Schwitzen, denn das Heim in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina ist nur über enge und steile Straßen zu erreichen. Doch nicht jeder meistert die Aufgabe so souverän. Davon zeugen die Beulen und Kratzer in fast jedem Auto, doch natürlich hat der Mietwagen keine Blessuren erlitten.

Die 13 momentan dort lebenden Kinder freuten sich natürlich auch auf die Päckchen, aber die Aufmerksamkeit, die sie von den BOW’lern geschenkt bekommen, ist für viele mindestens genau so viel wert. Bei Kaffee und selbstgebackenen Plätzchen wurde ausgelassen getobt, Fußball gespielt, gekitzelt und gelacht. Auch unser Maskottchen, der Liebling der Kinder, kam an seine Belastungsgrenzen. „Wenn ich das Spielen mit den Kindern im Egipat an einem Stück überstehe, ist der schwerste Teil geschafft und mein Winterschlaf kann kommen.“, so der rote Wolf. Um möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen, endete der Abend mit einem gemeinsamen Essen mit Schwestern und Kindern.

Unser bisheriger, direkter Ansprechpartner Schwester Andja, wurde im letzten Jahr an einen anderen Ort berufen und hat das Heim demnach verlassen. Mit Schwester Suzana verlief der Kontakt jedoch mindestens genau so reibungslos, sodass Klein-Ägypten auch in den kommenden Jahren besucht werden wird.

Gerade in kleinen Heimen wie diesem sind die Geschenke oft sehr persönlich. Durch den nahen Kontakt von Schwestern und Kindern konnten in den letzten Jahren viele Vorlieben herausgestellt werden, sodass oft Geschenke verteilt werden, die man sich schon lange ersehnt. Dazu gehört zum Beispiel Iviza, den eine ganze Ladung an BVB-Fanartikeln begeistert hat. Das Beste waren für ihn die originalen Autogrammkarten von Spielern, die man in Deutschland extra für ihn besorgt hatte. Die kleinste Bewohnerin, die vierjährige Katharina bekam einen ganzen Karton voll mit Aufklebern, Kleidung, Stiften, Süßigkeiten und viel mehr. Jeder Artikel brachte Freude in ihrem Gesicht zum Ausdruck, doch witzigerweise war ihr persönliches Highlight die pinke Kinderschere, mit der sie sich anschließend zunehmend beschäftifgte. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Ab einem bestimmten Alter müssen die Kinder das sorgsame Heim jedoch verlassen. So war es vor wenigen Monaten Zeit für unseren zweiten BVB-Fan Marko, Ivizas Bruder, die Schwestern zu verlassen. Er lebt nun bei seinem Onkel. Dennoch wurde ein Paket für den Minderjährigen in den Hänger geladen. Fortsetzung folgt…

 

 

13 Dez 2017

16:00 – Vučko in Gefahr

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

img-20171213-wa0007011564491858.Ab dem Nachmittag war Vučko mit dem Team im Kinderheim “Egipat”. Es war schön wie immer und unser Wolf hat viele Bilder gemacht. Die gibt`s später…

Die überschwingliche Zuneigung der Kinder zeigte sich darin, dass er durchgehend gekuschelt wurde und für allerlei Schabernack herhalten musste. Selbst Flugstunden gab es gratis.

 

 

 

 

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13 Dez 2017

14:30 – Angekommen in Sarajevo

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Nach einer Fahrt von etwas mehr als einer Stunde ist das Team nun in Sarajevo angekommen. Dort geht es am Nachmittag ins Kinderheim “Egipat”.

12 Dez 2017

18:00 – Frühe Bescherung in „Mala Skola“

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Nach einer nervenaufreibenden Fahrt über Serpentinen, Berge und durch enge Schluchten ist das Team in Vares angekommen. In dem katholischen und von Schwestern geführten Heim mit 23 Kindern kennt man sich. Hier leben die Bewohner, nach Alter getrennt, in drei Gruppen. Sie stammen oft aus unschönen Familienverhältnissen, die ein weiteres Zusammenleben von Eltern und Kindern nicht möglich machen. Hier gibt man ihnen große Chancen und Möglichkeiten, die hoffentlich von den meisten eines Tages genutzt werden können. Doch bis sie auf eigenen Beinen stehen könne, kümmern sich die Schwestern liebevoll um sie. Trotz alledem können manche über die Weihnachtstage zurück in ihre Familien, in denen oft noch einige Geschwister leben. Einerseits ist man dankbar und freut sich, andererseits ist die Stimmung angespannt. Ein Zusammenleben funktioniert oft nur wenige Tage, da die Eltern oftmals Probleme mit Drogen, Alkohol oder Krankheiten haben.

Um 6 Uhr abends kam dann der lang herbeigesehnte Moment: Nach einem gemeinsamen Abendessen freuten sich die Kinder über die Bescherung. Alle waren sehr gespannt, denn nun folgte das Verteilen der Geschenke. Traditionell mussten sich die Bewohner im Alter von 8 bis 23 Jahren die Geschenke erst verdienen und so bekam Vučko noch ein Weihnachtslied in seiner Muttersprache vorgesungen. Auf die Frage, ob denn alle Kinder brav gewesen seien, führte leichte Skepsis zu Gelächter bei den Kindern und Schwestern. Doch natürlich haben sich alle Kinder ein Geschenk verdient. Sophia sorgte für gute Unterhaltungen und machte eine gute Figur bei ihren ersten Versuchen, die bosnischen Namen vorzulesen. Als alle Geschenke verteilt waren, startete ein drei sekündiger Countdown, der das Ende des Geschenkpapiers bedeutete.

Wie in jedem Jahr ist es nicht selten, dass die Kinder in Deutschland ohne Wunschliste Geschenke in die Pakete legen, welche sich die bosnischen Kinder seit langer Zeit wünschen. So ist da einerseits Tome, einer der wenigen Kinder die Schach spielen – er bekam ein Schachbrett. Der Bayern Fan bekam ein Thomas Müller-Poster, der Star Wars Fan Mario eine entsprechendes Cappy und der angeblich frechste einen Pullover mit einem Smilie der die Zunge heraus streckt.

In der Mala Skola gibt es seit dem Anfang feste Kinderpatenschaften. Das heißt, einige Kinder in Deutschland packen jedes Jahr für das selbe Kind in Bosnien. Dadurch wird das Projekt der Organisation sehr persönlich. So entstanden in den letzten Jahren auch einige Briefwechsel. Das sei immer das schönste an den Geschenken, sagten uns Valentina und Anto. So kann das Team von Vučko auch dieses Jahr einen ganzen Stapel Briefe mit nach Deutschland nehmen, der dann an die deutschen Kinder und Familien verteilt werden.

12 Dez 2017

11:30 – Vučko drückt die Schulbank in Leptir

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Vučko ist bei alten Bekannten angekommen. In der Behinderten-Tagesstätte Leptir, zu deutsch "Schmetterling", lieferte Vučko die meisten Pakete ab. Einen Teil der Geschenke konnte er persönlich übergeben. Ein Großteil der Kinder und Erwachsen der Tagesstätte wohnt weit weg und kommt nur selten. Sie bekommen ihre Pakete später von den Mitarbeitern. Eine kleine Gruppe ist täglich in der Einrichtung und wird in einer Art Schulklasse unterrichtet.

12 Dez 2017

06:00 – Noch immer kein Strom

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

dsc_2047189547104Der Morgen startet ohne Strom und Wasser, doch die Sonne lässt das kleine bosnische Dorf auf dem Berg in einem warmen Rot erstrahlen, passend zu den Temperaturen im zweistelligen Bereich. Wir begrüßen den Tag mit einer kurzen Rorate-Andacht bei Kerzenschein in der Kirche, die sich direkt neben unserer Unterkunft befindet. Nachdem Vučko gestern schon einige Pakete für Senioren in die Obhut des Pastors gegeben hatte, konnte er heute viele der gespendeten und handgemachten Mützen und Schals an die Mitglieder der Gemeinde verteilen.

dsc_2053-2015262209Erst heute werden die Auswirkungen des Sturms ersichtlich. Die starken Winde haben viele Bäume entwurzelt und auch Ilija blieb nicht verschont. Das Team wurde Zeuge, wie eine der großen Tannen zunehmend schwankte und das Haus des Pastors und unser Auto nur knapp verfehlte. Das Dorf ist vom Stromnetz abgeschnitten, da einige Bäume auf die Leitungen gekippt sind. Die Einheimischen zersägen die Bäume zwar  fleißig,  doch mit Strom und Wasser ist wohl erst ab morgen zu rechnen.

Gestärkt aber ungeduscht geht es in Richtung Bugojno, wo Vučkos Päckchen in der Tagesstätte "Leptir" schon sehnsüchtig von den behinderten Kindern und Erwachsenen erwartet werden.

11 Dez 2017

23:30 – Stromausfall

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

img_20171211_2342496011224788256.Nachdem Vučko in Srednja Slatina Senioren besucht hat, ging es Richtung Maglai. Hier möchten er und das Team den Priester Ilija besuchen. Er war lange in Slatina tätig, und damals einer der ersten Kontakte in Bosnien für BOW. Eigentlich hatte sich das Team vorgenommen, viele Bilder vom heutigen Tag hoch zu laden. Allerdings hat ein Sturm für einen Stromausfall gesorgt.  So sitzen Vučko und seine Freunde nun bei Kerzenlicht zusammen und reden darüber, wie vor zehn Jahren mit dem ersten HandS-Transport alles seinen Lauf nahm.

11 Dez 2017

16:00 – Vučko trifft „alte“ Freunde in Slatina

Veröffentlicht von Pascal Lefarth

Der nächste Stopp führt Vučko und sein Team in das kleine, abgelegene Dorf Srednja Slatina, in dem hauptsächlich ältere Menschen und Senioren leben. Viele versorgen sich mit eigener Landwirtschaft und sind daher wenig mit den umliegenden Ortschaften verbunden. Der Weg hierher ist nicht einfach: Ohne Navi geht es über holprige und unbefestigte Straßen, vorbei an Minen-Warnschildern, zerschossenen Häusern und verlassenen Ruinen. Die Natur ist umwerfend, doch der Geruch von verbranntem Müll und Holz liegt in der Luft. Auch Sophia, die das erste Mal vor Ort ist, gewinnt einen prägenden Eindruck über die hier herrschenden Lebensverhältnisse und ein Gefühl vom Krieg, der in den 90er Jahren, so nah von ihrer Heimat wütete. Nicht überall ist es so schön und unbeschwert wie in Deutschland.

Die hier ansässigen sind häufig alleinstehend, einsam und von Armut bedroht. Die meisten von ihnen sind im Jugoslawien-Krieg in sicherere Gebiete geflohen, denn auch die kleinen Dörfer standen unter schwerem Beschuss. Nach dem Kriegsende 1995 kehrten einige zurück, um ihre Heimat wieder aufzubauen. Es war nicht selten, dass sie mit geplünderten Ruinen, die einst ihre Häuser waren, konfrontiert wurden. Daher leben viele in kleinen, selbstgebauten Häusern, die zumeist nur aus einem Raum bestehen und mit Holzkaminen geheizt werden.

Aufgrund der hohen Bereitschaft der Sauerländer neben Kindern auch Senioren zu beschenken, konnte jedem eine kleine Freude bereitet werden. Auch dieses Jahr druckte und verschenkte Vučko fleißig Bilder des Hands-Projektes 2016, sodass die alten Freundschaften weiterhin gestärkt werden konnten. Auch unser Wolf hat einen riesen Spaß, denn er wird jedes Jahr freudig empfangen und mit Getränken und hausgemachten Speisen überschüttet. Besonders gut schmeckt ihm der „Bosanska Kava“, der bosnische Kaffee. Dieser wird nicht wie in Deutschland zubereitet, sondern in extra dafür gefertigten Kupferkannen in Wasser aufgekocht. Zwar bleibt der Kaffeesatz oft zwischen den Zähnen hängen, doch das nimmt man hier gerne in Kauf.

Auch dieses Jahr erhielt Vučko Unterstützung von Snjezana, die einige Jahre in Deutschland lebte und ohne die er völlig aufgeschmissen wäre. Aufgrund dessen, dass er schon lange im schönen Sauerland lebt, ist seine Muttersprache etwas eingerostet. Mit der Hilfe von Schneewittchen (Snjezana auf Deutsch) kann er sich jedoch wieder sehr gut mit den Dorfbewohnern unterhalten und sich über die Vorkommnisse des vergangenen Jahres austauschen.

Vučkos gute Freunde Drago und Róza erhielten natürlich auch dieses Jahr eine kleine Aufmerksamkeit. Drago freute sich besonders über das Werkzeug und die Winterkleidung, da viele dieser Dinge auf seiner Wunschliste standen. Die Kosmetika und Weihnachtsdeko zauberten auch Róza ein Lächeln ins Gesicht. Sie bedankten sich mit frischer, hausgemachter Wurst und selbstgebranntem Sliwowitz. Leider konnte Vucko das Geschenk für Dragos Mutter nicht abgeben, da diese im März friedlich eingeschlafen ist.

Aufgrund des hohen Durchschnittsalters des Dorfes sinkt die Zahl der Besuche jährlich. Unser Maskottchen freute sich auch auf Danica und Julca. Seit diesem Jahr leben sie jedoch in einem Altersheim und wir konnten sie leider nicht mehr besuchen. Jedoch lernte das Team um Vučko auch dieses Jahr neue Menschen kennen, die sich über das unerwartete Paket sehr gefreut haben.

Schon jetzt freuen sich sowohl Bewohner als auch die Mitglieder von BOW e.V. auf ein Wiedersehen im nächsten Winter.

 

 

11 Dez 2017

14:00 – Grandioser Start in Orašje

Veröffentlicht von Sophia Schlitt

In Orašje war Vučko total aufgeregt, weil er endlich seine ersten Geschenke verteilen durfte. Das Ziel war hier eine Kindertagesstätte für Kinder mit Behinderungen. In zwei Altersgruppen aufgeteilt und mit Hilfe der Betreuer vor Ort, können die Kinder dort schöne Stunden verbringen. Das Haus der Tagesstätte wurde mithilfe von Spendengeldern der japanischen Regierung 2015 fertiggestellt. Zusätzlich finanzierte die Drogeriemarkt-Kette „DM“, die in größeren bosnischen Städten weit verbreitet ist, noch einen besonderen Raum, der vor allem die Motorik schulen soll.

Nachdem gemeinsam mit allen Helfern die Geschenke in die Kindertagesstätte gebracht wurden, trudelten die Kinder langsam ein. Es kamen ungefähr 25 Kinder, die gespannt auf ihre Geschenke warteten. Alle anderen Pakete werden in den kommenden Tagen von den Betreuern an die restlichen Besucher verteilt.

Die Kinder hatten extra für ihr Lieblingsmaskottchen einige Ständchen vorbereitet, die sofort eine weihnachtliche Stimmung verbreiteten und Vučko etwas in Verlegenheit brachten. Nachdem der tosende Applaus verklungen war ging es dann auch richtig los und Vučko durfte sein erstes Geschenk überreichen. Jedes einzelne Kind strahlte über beide Ohren und freute sich sehr.
Ein Teil der Kinder konnte es dann natürlich nicht mehr abwarten. Sie wollten und durften dann endliche ihre Geschenke direkt vor Ort auspacken. Die kleinen Kinderaugen strahlten und der Wolf freute sich über die ausgelassene Stimmung. Trotz ihrer körperlichen und geistigen Behinderungen war jedem Kind die Freude und Dankbarkeit anzusehen.

Dennoch muss auch so mancher schwere Schicksalsschlägen verkraften. Zoran zum Beispiel verlor seinen Vater letztes und seine Mutter in diesem Jahr. Auch wenn es ihm schwer fiel, die Fröhlichkeit nach den letzen Monaten auszustrahlen, war er sehr froh über die Aufmerksamkeit und sein Geschenk.

Vučko führte wie jedes Jahr viele spannende Gespräche. Vor allem Armin, ein Betreuer der Tagesstätte sagte etwas, das das ganze Team sehr zum Nachdenken angeregte: „Die Kinder freuen sich so sehr über all diese Kleinigkeiten und selber denke ich oft, man brauche noch viel mehr um glücklich zu sein“. Auch das Team hat dies einmal wieder zum Nachdenken angeregt.

Für uns alle war es ein sehr gelungener Start in das diesjährige Projekt und er kann es gar nicht abwarten nächstes Jahr wieder zu kommen!