Flüchtlinge

4 Dez 2015

Goldschmiedekurs unter Anleitung von Flüchtlingen

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

Lange schon haben wir über einen Workshop im Scheunenatelier in Braunshausen
nachgedacht.

Jetzt wird es endlich konkret: Am 12. und 19. Dezember findet
jeweils ab 15 Uhr ein Workshop statt. Flüchtlinge werden euch Grundlagen der
Goldschmiedearbeit näherbringen. Die fertigen Objekte werden vom 26. Dezember
bis zum 3. Januar im Scheunenartelier ausgestellt und können dort auch erworben
werden.

Anmeldung über raphael@building-one-world.de.

 

31 Mai 2014

Asylbewerber Projekt in der WDR Lokalzeit

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen

© WDR 2014

20 Apr 2014

Mortaza aus Afghanistan "rasselt" zu Ostern in Hallenberg mit

Veröffentlicht von Rita Maurer

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Egal, ob katholisch, evangelisch, muslimisch oder ein Wolf – Hallenberger Jungs rasseln an den Kartagen.

Auch Mortaza aus Afghanistan und Vučko waren mittendrin!

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4 Apr 2014

Die Westfalenpost berichtet über unser Asylbewerber-Projekt:

Veröffentlicht von Rita Maurer

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11 Feb 2014

Tausende Kilometer von zuhause und kein Weg zurück

Veröffentlicht von Rita Maurer

DSC07564Im Januar 2014 haben wir die Unterstützung der Hallenberger Asylbewerber als neues Projekt aufgenommen, um ihnen die Integration sowie viele bürokratische und zwischenmenschliche Hürden zu erleichtern. Ab jetzt stellen wir unsere neuen Freunde in loser Reihenfolge hier vor und werden demnächst auch berichten, was es derzeit für Möglichkeiten und Einrichtungen zur Unterstützung gibt und welche Projekte wir mit ihnen zusammen planen.

Building ONE World bedeutet ja übersetzt “eine Welt bauen”. Manchmal kann man gleich um die Ecke damit anfangen……ein einfaches “Hallo” mit einem freundlichen Lächeln genügt schon!

11 Feb 2014

Sidiki aus Guinea

Veröffentlicht von Rita Maurer

SONY DSCSidiki ist gerade erst 18 Jahre alt geworden und ein groß gewachsener, bildhübscher Kerl. Er stammt aus Guinea in Westafrika (südlich von Mali) und wohnt seit fast einem Jahr in Hallenberg. Ihm wurde zum lebensgefährlichen Verhängnis, dass er sich in der Schule kurz vor seinem dem Abitur vergleichbaren Abschluss in eine Mitschülerin verliebte. Deren Vater war jedoch ein hochrangiger Militär-Funktionär und hatte bereits einen anderen Ehemann für eine Zwangsheirat mit seiner Tochter vorgesehen. In Guinea hat ein als äußerst skrupellos bekanntes Militär-Regime die Macht inne; für den Vater war es somit ein Leichtes, den unerwünschten Freund seiner Tochter aus dem Weg zu schaffen.

Auch Sidikis Eltern sind vom Militär umgebracht worden, von seiner Familie lebt nur noch sein jüngerer Bruder.

Freunde schafften es, Sidiki rechtzeitig zu warnen, so dass er sein Elternhaus durch einen Hintereingang verlassen konnte, als die Militär-Kräfte schon an der Haustür waren.

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11 Feb 2014

Abdulmonin aus Eritrea

Veröffentlicht von Rita Maurer

SONY DSCDie Heimat des 33-jährigen Abdulmonin ist eigentlich Eritrea, aber dorthin kann er nie mehr zurück. Nur jeder fünfte Einwohner dort hat überhaupt jemals eine weiterführende Schule besucht, Abdulmonin hat jedoch sogar das Abitur gemacht und dann im benachbarten Sudan ein Elektrotechnik-Studium abgeschlossen.

Eritrea behauBild (2)ptet von sich, ein demokratisches Land zu sein, die Regierung ist jedoch bekannt für gravierende  Menschenrechtsverletzungen. Regimekritiker, Militär-Deserteure oder Menschen, die aufgrund der lebenslang bestehenden Wehrpflicht in einem anderen Land Asyl suchen, werden gnadenlos verfolgt und mit Folter und Tod bestraft. Alle diese Punkte treffen auf Abdulmonin zu, er konnte die Umstände in seinem Heimatland nicht mehr ertragen, hat sich deshalb kritisch geäußert und sich außerdem der in Eritrea lebenslang geltenden Wehrpflicht entzogen, da die Beziehungen zu Äthiopien sehr angespannt sind und ein neuer Krieg droht.

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10 Feb 2014

Babrak aus Afghanistan

Veröffentlicht von Rita Maurer

 

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Der 36-jährige Babrak aus der Nähe von Kabul in Afghanistan musste vor drei Jahren seine vier kleinen Kinder  im Alter zwischen 3 – 6 Jahren sowie seine Frau Hals über Kopf verlassen, um seinem sicheren Tod zu entgehen.

Was er verbrochen hat?

Sein Onkel war Inhaber einer Spedition, die Liefer- Verträge mit amerikanischen Militär-Stationen hatte. Babrak arbeitete als LKW-Fahrer bei seinem Onkel und fuhr die LKWs zu den Basis-Stationen. Das zählt bei den Taliban schon als Kollaboration mit dem Feind und wird mit dem Tod bestraft. Sein Onkel hat es noch geschafft, Babrak über einen Agenten für 15.000 US-Dollar aus Afghanistan heraus zu schleusen. Dann  wurde er selber erschossen. Babrak gelang es, sich über vier Monate hinweg erst in den Iran und dann in die Türkei durchzuschlagen. Bei einer Überfahrt mit einem Gummiboot nach Griechenland ist er von Polizisten so brutal zusammengeschlagen worden, dass er mehrere Zähne und zudem noch sämtliche Papiere und Familienfotos verlor.

Seine beschwerliche Flucht ging weiter über Italien und Frankreich nach Belgien, wo er zum ersten Mal überhaupt in Europa per Handabdruck registriert wurde  – Papiere hatte er ja nicht mehr. Belgien wollte ihn wieder nach Afghanistan abschieben, wo ihm der sichere Tod droht, deshalb floh Babrak in die Schweiz. Aber auch da sollte er ausgeliefert werden. Über viele Umwege und nach fast drei Jahren Flucht ist er im Mai 2013  in Hallenberg angekommen.

Babrak wohnt nun in einem Container zusammen mit drei weiteren Asylbewerbern aus Guinea, Eritrea und Pakistan, die ihn liebevoll „Mama“ nennen, weil er für sie kocht, alles in Ordnung hält und auch dolmetscht. Er hat sich schon recht gute deutsche Sprachkenntnisse angeeignet hat und spricht mittlerweile acht Sprachen. Seine Geschichte hat er auch größtenteils auf deutsch erzählt.

Wer den freundlichen und aufgeschlossenen Babrak trifft, kann sich kaum vorstellen, was dieser liebenswerte Mensch bereits alles erleben musste und welche Sorgen er immer noch hat. Er vermisst seine Frau Palwsha (28) und seine vier Kinder sehr. Seine zweite Tochter Osna konnte früher immer nur auf seinem Arm einschlafen und hat jeden Abend auf ihn gewartet, bis er von der Arbeit nach Hause kam. Wer begleitet sie jetzt in den Schlaf? Babrak hat noch nicht einmal ein neueres Foto von seiner Familie, weil seine Schwiegermutter versucht, jeglichen Kontakt zu unterbinden. Sie wimmelt seine Anrufe ab und hat seiner Frau stattdessen erzählt, dass Babrak nun in Deutschland viel Geld und ein großes Haus habe und nichts mehr mit seiner Familie zu tun haben wolle.

Diese Unterstellungen wird Babrak seiner Frau nie mehr erklären können: Sie ist am 8. März 2014 an Krebs gestorben. Und ob er jemals seine Kinder wiedersehen kann, ist mehr als ungewiss.

Aber so langsam geht es nun endlich wieder bergauf. Babrak hat ein endgültiges Bleiberecht sowie eine Arbeitserlaubnis bekommen, nette Leute kennen gelernt und sogar eine Arbeitsstelle gefunden, auf die er sich nach dem langen, erzwungenen Nichtstun sehr freut. Die Sonne scheint somit endlich auch wieder für Babrak.

28 Jan 2014

Zuwachs für BOW

Veröffentlicht von Rita Maurer

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Building One World hat gleich zehnfachen Nachwuchs bekommen. Wir sind alle wohlauf und freuen uns sehr!

Im Raum Hallenberg leben seit dem Sommer 2013 insgesamt zehn Asylbewerber, die in ihren Heimatländern wie u.a. Afghanistan, Pakistan oder Eritrea politisch verfolgt wurden und ihre Familien unter teilweise unbekannten Umständen zurücklassen mussten. Dorle und Albe Schmidt aus Braunshausen kümmern sich gemeinsam mit ihnen um die vielen bürokratischen Hürden, die für einen Aufenthalt in Deutschland zu überwinden sind. Anfang Januar haben sie sich BOW angeschlossen, weil wir als gemeinnütziger Verein viele Dinge mittragen und erleichtern können. Wir haben Kleiderspenden für unsere neuen Freunde organisiert und sie mit warmen Sachen versorgt, falls der Winter doch noch kommt.

Auf dem Bild v.l.n.r.: Dorle Schmidt aus Braunshausen, Inam aus Bangladesh und Sidiki aus Guinea