8 Jul 2018

Kleiderspende für Kinder in Shkodra, Albanien

Veröffentlicht von Michael Mönxelhaus unter der Kategorie Allgemein


Ende Mai flogen Julian und Helga Mönxelhaus nach Shkodra in Albanien und trafen dort im Mutterhaus die Oberin Sr. Rita und zwei ihrer Mitschwestern zu einer ersten Besprechung unserer Hilfsaktion. DSCI2867

Tags zuvor waren die Kleider- und Sachspenden aus Deutschland durch die FeG-Auslandshilfe (Freie evangelische Gemeinden) in Eschenburg-Wissenbach mit ihrem LKW angeliefert worden. Über 100 große Kartons standen nun in Sr. Ritas Doppelgarage, vorwiegend Kinderkleidung und –schuhe, die von Helga Mönxelhaus in monatelanger Arbeit gesammelt, teilweise ausgebessert, sowie sortiert worden waren. Die ganze Familie hat mit angepackt, als es ums Verpacken und Transportieren ging.DSCI2868

Auf die Idee, dass im Armenviertel, in dem die Ordensschwestern „Guter Hirte“ leben, Hilfe benötigt wird, hat uns der BOW-Unterstützer Pfarrer Meinolf Wacker aus Kamen gebracht. Er war letztes Jahr mit vielen Jugendlichen aus aller Welt dort, um das Go4peace-Camp durchzuführen. Er hat uns berichtet, dass es sich bei dem Armenviertel Fermentim eigentlich um ein stillgelegtes Industriegebiet handelt, also um Fabrikgebäude, in denen viele mittellose Menschen so etwas wie Obdach gefunden haben. Eigentlich lebten sie früher in den Bergen rund um die Stadt Shkodra. In der Hoffnung, in der Stadt ein besseres Leben zu finden, zogen sie einst in die Stadt. Es gibt für sie keine Arbeit, keine Perspektive. Der Lohn für 1 Tag Arbeit liegt in Shkodra lediglich bei 3 €. Die staatlichen Schulen befinden sich auf einem niedrigen Bildungslevel, Geld für die kirchlichen Schulen haben viele Familien nicht. Mittendrin befindet sich das Gemeindehaus und eine Kirche der Schwestern, eine Zuflucht für die Bewohner von Fermentim und für die Menschen aus den Bergen um Shkodra. An einem regnerischen Abend haben wir selbst erlebt, wie eine junge Frau aus den Bergen, schwanger mit Drillingen, abends bei den Schwestern schellte, weil sie sich mit heißem Wasser verbrannt hatte und einen Verband brauchte. Die Schwestern leisten auch Arbeit auf medizinischem Gebiet, sind aber gar nicht ausreichend ausgestattet dafür. Ohne diese medizinische Versorgung aber hätten die Menschen sonst keine Anlaufstelle. Im Krankenhaus und bei Ärzten kostet jede Hilfe Geld und viele haben dieses nicht über. Im Mutterhaus ist auch der Kindergarten untergebracht.

Nach kurzer Besprechung war sofort klar, dass wir schon am nächsten Tag mit der Verteilung beginnen wollten. Zunächst haben wir nur die Sommersachen verteilt und schauten in dankbare Kinderaugen. Die Winterkleidung wird im Herbst von den Schwestern selbst verteilt. 

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Wenn man von Albanien hört, ist man zunächst zurückhaltend. Denn oft ist dieses Land mit vielen Negationen verbunden. Aber wir kamen in ein überaus gastfreundschaftliches Land, das gerade den Tourismus für sich entdeckt hat. Wir sahen viele Straßenhunde. An der großen Busstation saßen Roma und bettelten um ein paar Albanische LEK. Auf den chaotischen Straßen laufen vereinzelt Kühe herum und es fahren auch Eselskarren. Es gibt viele Gotteshäuser in Shkodra: Moscheen, katholische und orthodoxe Kirchen. Wir erfuhren von den Ordensschwestern, dass die Anhänger aller Religionen friedlich zusammenleben.  Wir waren gerade in der Zeit zum Ramadan in Albanien. Der muslimische Glauben stellt die größte Glaubensgemeinschaft im Land dar. Bis tief in die Nacht haben wir die Rufe des Muezzins gehört.

Während der Verteilaktion kam ein Junge und sprach sehr gutes Deutsch mit uns:  er hatte 2 Jahre in Höxter in einer Flüchtlingsunterkunft gelebt und wurde dann mit seiner Familie abgeschoben. Ein Mädchen sprach Deutsch, weil sie es in der Schule lernt. Viele sprachen Englisch, ebenfalls durch Englisch-Unterricht in der Schule. Schon während des ersten Gesprächs mit Sr. Rita stellte sich heraus, dass sie gut Spanisch spricht. Warum? Genauso wie Julian war sie längere Zeit in Bolivien und hat dort gearbeitet. Und als Julian erzählte, dass er als Missionar auf Zeit in Bolivien war, kam schnell die Idee, dass wir Sr. Rita dabei helfen wollen, auch Freiwillige aus Deutschland zu bekommen, die ihr und den anderen Schwestern tatkräftig zur Seite stehen könnten. Die Schwestern haben uns immer liebevoll bekocht. Beim Essen gab es Gespräche rund um die Not der Menschen, aber auch interessierte Fragen zu Deutschland, zur deutschen Politik und zur so genannten Flüchtlingsproblematik. Als typisch deutsch und durchaus lobenswert betrachteten die Schwestern die Tatsache, dass wir vor Ort waren, dass wir nicht nur einfach die Sachen geschickt haben!

Auf der Rückreise mit dem Bus von Shkodra Richtung Dubrovnik fiel uns noch etwas auf: im Hinterland der großen Stadt gab es viele Wiesen und Weiden. Aber während der einstündigen Fahrt aus Albanien raus sahen wir genau 3 Mal eine einzige Kuh auf einer Weide, sonst nur ab und zu wenige Schafe, Ziegen oder Hühner. Eine Frau führte eine völlig abgemagerte Kuh zum Weiden an der Straße entlang. Zwei weitere tolle Begegnungen sollen hier nicht unerwähnt bleiben. In der Einkaufsstraße in Shkodra trafen wir auf 2 Vertreter von Renovabis Deutschland. Das Fernsehen und eine Lokalpolitikerin waren auch da, um den Jahrestag der Befreiung des Gefängnisses und Arbeitslagers in Spac im Jahr 1991 zu feiern. Renovabis hat sich dafür engagiert, dass in Spac eine Gedenkstätte gebaut wurde. An diesem Tag waren auch ehemalige Insassen anwesend, die alle zu Unrecht inhaftiert waren. Das damalige Regime hat dort alle Andersdenkenden und politisch unbequeme Menschen eingesperrt.

Die andere Begegnung hat in Dubrovnik stattgefunden, wo wir auf unser Flugzeug nach Deutschland warteten. Wir hörten am Nachbartisch, wie eine junge Erwachsene auf Englisch um kostenloses Essen bat, weil man ihr in Bosnien das Geld gestohlen hatte. Wir wollten helfen und kamen ins Gespräch. Die junge Frau kommt aus Holland und kam gerade von der Bosnischen Grenze, die nicht weit von Dubrovnik entfernt ist. Sie hat in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo eine vertrauensvolle Person gesucht und gefunden. In Holland sammelt sie Kinderkleidung und möchte sie in Sarajevo verteilen lassen. Als wir sie zum Bus brachten, der sie zum Flughafen bringen sollte, versprachen wir, dass wir in Kontakt bleiben und zukünftig an einem Projekt zusammenarbeiten wollen.

Während unserer Reise standen wir ständig in Kontakt mit Pfarrer Wacker. Er hat uns immer begleitet. Und seine Pfingstpredigt in Kamen begann mit den Worten: Familie Mönxelhaus ist in Albanien angekommen…und endete mit der Frage: Wo wollen wir hin?

25 Feb 2018

Großartige Spende der Firmlinge aus Medelon

Veröffentlicht von Michael Mönxelhaus unter der Kategorie Projekte Bolivien

Die 14 Firmlinge aus Medelon haben sich ein besonderes Projekt zur Vorbereitung auf ihre Firmung ausgesucht. Sie fotografierten religiöse Motive in und um Medelon, gestalteten damit einen sehr ansprechenden Jahreskalender und gaben ihn in Druck. Dann hieß es “Klinken-Putzen”:  Die Firmlinge zogen von Haus zu Haus und verkauften ihren Kalender mit Gewinn an die Mitbürger. Inzwischen wurde auch beschlossen, dass der Erlös an unser neues Bolivien-Projekt gespendet werden soll! Hoch erfreut haben wir heute diese Spende nach dem Jugend-Gottesdienst in Oberschledorn entgegengenommen. Eine tolle Idee aus Deutschland begeistert so andere Kinder und Jugendliche 1o.ooo km entfernt in Bolivien!! Der Heimleiter von “Casa de los ninos” Aristide Gazzotti schickt uns demnächst Pläne für die Verwendung, dann wird das Geld überwiesen.

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5 Feb 2018

Weihnachtskonzert in Liesen

Veröffentlicht von Michael Mönxelhaus unter der Kategorie Projekte Bolivien

Am 23.12.2017 fand das traditionelle  Benefizkonzert des Musikvereins “Die Liesetaler”  statt. Unterstützt wurden sie dabei von dem gemischten Chor Wunderthausen. Die Kirche war bis zum letzten Platz gefüllt, die Gäste konnten ein breit gefächertes Repertoire der Akteure genießen. DSC_0284

Wie jedes Jahr war der Eintritt frei. Am Ende des Konzerts konnte jeder Gast Geld  für unser neues Projekt in Bolivien spenden.  Zuvor hatte unser Mitglied Julian Mönxelhaus den Zuhörern das Projekt vorgestellt. An diesem Abend haben sich die eifrigen Spender mit den behinderten/nicht-behinderten Kindern und ihren Eltern im Kinderheim “Casa de los ninos” solidarisiert, so können wir erneut einen großen Geldbetrag überweisen. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle bei den Organisatoren und allen Mitwirkenden – und nicht zuletzt bei allen Spendern -  von Herzen bedanken. Diese Hilfe kommt zu 100% an und wir hoffen, schon bald von konkreten Investitionsmaßnahmen berichten zu können.

28 Dez 2017

HandS-Transport 2017 – Ein kleiner Rückblick

Veröffentlicht von Sophia Schlitt unter der Kategorie HandS 2017, LiveTicker 2017, Projekte Bosnien

Nachdem Vučko sich erholt und eine wunderbare Weihnachtszeit Zuhause verbracht hat, meldet er sich noch einmal mit einem abschließenden Bericht über die gesammelten Eindrücke bei seiner Reise im ehemaligen Jugoslawien. Der Tag mit seinen Liebsten und der Aufenthalt in Bosnien haben ihm wieder gezeigt, was Weihnachten eigentlich bedeutet. Es geht darum, Anderen eine Freude zu machen und das Gefühl von Liebe und Geborgenheit zu verbreiten. Und nicht nur daheim bei seiner Familie konnte er das ein oder andere Lächeln auf die Gesichter zaubern. Auch in Bosnien hat er es geschafft den Weihnachtsgeist zu verbreiten.

Dieses Jahr hat Vučko ca. 500 Päckchen in Bosnien verteilt und jede einzelne Person hat sich über das individuelle Geschenk gefreut. Obwohl jeder seine eignen Geschichte durchlebt hat, verhalten sich alle beim Überreichen der Päckchen gleich. Die Beschenkten dürfen einfach wieder Kind sein und freuen sich darüber, dass man an sie denkt und sich Menschen Mühe geben, um ihnen tolle Geschenke zu packen. Auch die Aufmerksamkeit, die die Reisegruppe ihnen schenkt, bedeutet besonders für die kleinsten eine Menge.
Trotz der meist tragischen Lebensumstände der Menschen in diesem doch sehr armen Land, überwiegte für sie in keinem Fall die Traurigkeit. Die Dankbarkeit und Freunde der Kinder und Erwachsenen lies all diese Schattenseiten völlig in den Hintergrund rücken. Es ist wunderschön zu sehen, wie sehr sich Menschen über solche kleinen Aufmerksamkeiten freuen können.

Jedes Jahr zeigt unsere Reise aufs Neue  in welchem stagnierenden Standard die Menschen in Bosnien leben. Dieser ist weit von dem entfernt, den wir in Deutschland kennen. Abseits des Reichtums ist auch ein gutes Familienverhältnis nicht selbstverständlich. Da wir viele Kinder besuchen, die ihre Eltern verloren haben, aufgrund ihrer Behinderung verstoßen wurden oder aus allgemein schwierigen Verhältnissen kommen, ist es für viele nicht normal, dass sie Weihnachtsgeschenke erhalten und über die Feiertage ein paar schöne Tagen mit der Familie verbringen. Man wird auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und lernt genau das zu schätzen, was man bei uns als normal ansieht.

Auch wenn Vučko Jahr für Jahr Geschenke zu unseren Freunden in Bosnien bringt, möchte er sich wieder ganz besonders bei den Menschen bedanken, die so fleißig ihre Päckchen zusammengestellt haben. Ohne euch, die die sich immer wieder die Mühe machen, mit Liebe die Kartons zu packen, wäre das Projekt gar nicht möglich. Dass auch dieses Jahr viele Pakete unglaublich liebevoll gepackt und die Erwartungen oft übertroffen wurden, freut ihn ganz besonders.

Ein großer Dank geht auch dieses Jahr an alle Helfer, die ihre Freizeit der Planung und Durchführung des Projektes gewidmet haben, sei es bei dem nicht immer leichten Kontakt mit den Schulen und Heimen, dem Verladen der Pakete oder dem Verteilen der Pakete vor Ort in Bosnien. Auch für die zahlreichen Geldspenden bedankt sich der gesamte Verein recht herzlich, da diese beinahe den gesamten Transport finanzieren!

Unser kleiner Wolf kann nur endlich seinen Winterschlaf nachholen und kann schon bald wieder ganz ruhig mit der Planung für das kommende Jahr starten, denn er kann es gar nicht mehr abwarten bis endlich wieder Weihnachten ist. Die Reise in seine Heimat bleibt für ihn immer wieder aufs Neue spannend und der Höhepunkt in seinem Jahr.

 

Vučko wünscht einen guten Rutsch und problemlosen Start in das kommende Jahr!

25 Dez 2017

Erste Gelder im neuen Projekt angekommen

Veröffentlicht von Michael Mönxelhaus unter der Kategorie Projekte Bolivien

 

 

Die ersten Spenden werden nach Bolivien übergeben22053314_1854514551231919_329616240_n

Die ersten Spenden wurden in das neue Projekt „Casa de los Ninos“ in Cochabamba, welches von Building One World seit Oktober mitfinanziert wird, übergeben. Heimleitung Aristides Gazzotti und seine Frau Tanja sind sehr erfreut über die großzügige Summe und bedanken sich herzlich bei allen Spendern aus Deutschland. Die Hilfe ist dringend notwendig.

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15 Dez 2017

00:00 – Angekommen in der Heimat

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen unter der Kategorie HandS 2017, Live-Ticker, LiveTicker 2017, Projekte Bosnien

Vucko liegt endlich im Bett. Die Rückfahrt lief gut und ohne Probleme. Mit den Bildern der glücklichen Kinder vor Augen schläft der kleine Wolf ein. 

15 Dez 2017

16:30 – Österreichisch-Deutsche Grenze passiert 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen unter der Kategorie HandS 2017, Live-Ticker, LiveTicker 2017, Projekte Bosnien

15 Dez 2017

14:05 – Slovenisch-Österreichische Grenze passiert 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen unter der Kategorie HandS 2017, Live-Ticker, LiveTicker 2017, Projekte Bosnien

15 Dez 2017

13:25 – Kroatisch-Slovenische Grenze passiert

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen unter der Kategorie HandS 2017, Live-Ticker, LiveTicker 2017, Projekte Bosnien

15 Dez 2017

11:00 – Vucko zurück in der EU 

Veröffentlicht von Sebastian Mörchen unter der Kategorie HandS 2017, LiveTicker 2017, Projekte Bosnien

Das schöne Bosnien liegt jetzt hinter Vucko und die Einreise nach Kroatien hat problemlos geklappt. Der Abschied fiel schwer, aber er weiß, dass er nächstes Jahr wiederkommen wird. Jetzt steuert er denn leeren Transporter gezielt Richtung Deutschland.